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SG Buna Halle
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3. Naumburger SV - SG BUNA

Landesklasse-Saison 2016/2017
3. Spieltag, 10.09.2016 | 15:00 Uhr



Naumburger SV Naumburger SV - SG BUNA HALLE SG Buna Halle
  4 : 1 (1:1)

Maximilian Lemaire
Hans Brachmann, Lukas Höroldt


Tore:
1:0 Albert Reinicke (9.); 1:1 René Rath (45.+1); 2:1 Albert Reinicke (87.); 3:1 Albert Reinicke (90.+2); 4:1 Nico Hermsdorf (90.+6)


Zuschauer: 40

Aufstellung der SGB:

 
   
   
 
 
 
 

Bensch
[1]

Schwarz
[15]
R. Rath
[17]
Pfeiffer
[10]
Rittermann
[4]
                                                                  
                              
Prägert                      Gerber                    Florian Sieb
                                 [13]                             [6]                               [9]
Felix Sieb
[8](MK)

Buschbeck
[18]
            
                         Wachsmann                        
                                     [3]                                     
 
   
 
 
 
   

Wechsel:
Minute <- ->
60.
Buschbeck

J. Rath
75.
Wachsmann

Remmler


S. Schulze, M. Popescu/ D. Rittermann (1), O. Bensch (1), C. Prägert (1), R. Rath (1), R. Schwarz (1)

A. Luczynski (90.+7 Foulspiel & Unsportlichkeit)

Aufstellung vom Naumburger SV:

Naumburger SV: Winckelmann - Heldt (MK), Luczynski, Krumbholz - Lehwald (70. Keita), Schulze, Krause (90.+3 Döring), Rybak, Krechky - Reinicke, Popescu (45. Hermsdorf)


Boykottähnliche Zustände runden Auswärtsniederlage ab

Die Landesklassepartie zwischen dem Naumburger SV und der SG Buna Halle sollte – vorweggenommen – eine besondere Note von einem Hauptakteur erhalten. Dabei handelte es sich nicht um einen Spieler der Heim- oder Auswärtsmannschaft, sondern um den Unparteiischen, Maximilian Lemaire. Aber dazu später mehr. Die Hallenser reisten nach den beiden Auftaktsiegen gegen Weißenfels und Wörmlitz stark ersatzgeschwächt in die Domstadt. Mit Gros und Walther fehlte der komplette Sturm, sodass kurzerhand die etatmäßige Defensivkraft, Tom Wachsmann, in deren Fußstapfen treten sollte. Zudem waren Franke, Ilgner, Wagner, Schumann und Finsterbusch nicht an Bord. Infolgedessen nahmen sich die Neustädter vor, über eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einer konzentrierten Abwehrleistung etwas Zählbares gegen den Ligafavoriten mitzunehmen.

Für den ersten Aufreger sorgte Schiedsrichter Lemaire bereits vor dem Anpfiff. Aufgrund dessen, das die Naumburger 15:04 Uhr noch nicht zum Einlaufen parat standen, verkündete er trocken einen Sonderbericht mit einer sich nachziehen Geldstrafe. Nach Anpfiff übernahm sofort der Gastgeber das Spielgeschehen und strebte eine frühe Führung an. Die Bunesen wiederum hatten insbesondere durch die ungewohnte Zusammenstellung zunächst arge Probleme in der Abstimmung. Den ersten Abschluss von Reinicke konnte Bensch noch sicher parieren (4.). Kurz darauf landete ein Querschläger von Florian Sieb über den eigenen Kasten (7.). Wenig später sollte sich der Druck der Hausherren jedoch auszahlen. Nach schlampigem Ballverluste von Gerber suchte Albert Reinicke den Abschluss von der Strafraumgrenze, sodass das Leder vom Innenpfosten zum 1:0 ins Tor rollte (9.). Nun war klar, dass eine deutliche Leistungssteigerung der Hallenser dringend von Nöten war. Ein erster Abschluss von Wachsmann nach Tempodribbling von Florian Sieb konnte Winckelmann sicher entschärfen (17.). Die Naumburger wurden vor allem durch den agilen Rybak immer wieder gefährlich, welcher in einer folgenden Szene Popescu bediente, der wiederum an Bensch scheiterte (25.). Die nächste Annäherung der Gäste gab es durch einen Kopfball von Wachsmann, welcher jedoch zu wenig Präzision hatte (32.). Mit zunehmender Spielzeit blieben zwar die Gastgeber ganz klar tonangebend, jedoch fanden sie aufgrund der besseren Staffelung im Defensivspiel der SGB nicht mehr die Lücken nach vorn. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann noch einmal hektisch. Eine entscheidende Rolle spielte hierbei wieder der Referee. Nach einem harten Einsteigen von Luczynski an Wachsmann entschied er auf Foulspiel und zeigte die Gelbe Karte. Diese sollte jedoch der vollkommen unbeteiligte und bereits verwarnte Popescu erhalten und somit vorzeitig duschen. Nach minutenlanger Diskussion nahm Lemaire seine Entscheidung richtigerweise zurück und beließ es beim „11 vs. 11“. Allerdings erhitzte er damit unnötig die Gemüter beider Vereine. In der Nachspielzeit des ersten Abschnitts kamen die Bunesen dann auch ergebnistechnisch zurück. Nach einem Handspiel von Krause knallte René Rath einen Freistoß aus zentraler Position von ca. 30 m ins Tor zum schmeichelhaften Ausgleich (45.+1). Hierbei machte Winckelmann keine gute Figur, wobei die Flugbahn des Balles sich als tückisch erwies. Folglich ging es mit einem 1:1 in die Pause.
Nach der Pause verflachte die Partie ein wenig, wobei die Hallenser mit dem Ergebnis gut hätten leben können. Keeper Bensch parierte zwei Kopfbälle Mitte der zweiten Halbzeit mit Bravour. Kurz darauf brachte er das Unentschieden nach einem fehlerhaften Abschlag an den Rücken von Krause in Gefahr. Hierbei konnte die Möglichkeit im Nachsetzen noch zur Ecke geklärt werden (68.). Auf der anderen Seite hatte wiederum Wachsmann nach Flachpass von Felix Sieb die aussichtsvolle Abschlusschance im Zuge eines Konters. Mannschaftskapitän Heldt klärte jedoch glänzend mit einer Grätsche (73.). In der Schlussphase erhöhte der Gastgeber noch einmal den Druck. Folglich kam Reinicke nach Vorlage von Rybak zum Abschluss, aber Bensch parierte mit einer Fußabwehr. Die spielentscheidende Situation gab es dann in der 87. Spielminute. Und wie sollte es auch anders sein, Schiedsrichter Lemaire hatte eine prägende Rolle. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld nickte wiederum Albert Reinicke zum 2:1 ein (87.). Diese Aktion war fair und regelgerecht. Allerdings fand in derselben Aktion ein sichtbares und deutliches Foulspiel an Ron Schwarz statt, welches der Schiedsrichter (zunächst) nicht erkannte. Schwarz konnte dadurch den Ball per Kopf nicht klären. Nach vehementen Protesten der Bunesen ließ Lemaire seine Linienrichter bei sich antanzen. Nach minutenlanger Auseinandersetzung zeigte er ohne jeglichen Kommentar auf die Mittellinie. Auf Nachfrage der Gästespieler gab es keine Antwort von ihm. Als die Bunesen nun wieder anstoßen wollten, Bensch jedoch noch behandelt wurde, lud der Schiedsrichter zu einer erneuten Beratung mit seinem ersten Linienrichter ein, das Ergebnis änderte sich nach wiederholtem Schweigen nicht. Nun setzten die Hausherren alles auf eine Karte. Demnach liefen sie in einen Konter, wonach Reinicke zum Dritten ins Leere Tor einschieben konnte (90.+2). Jetzt war die Moral der bis dahin tapfer kämpfenden Gäste gebrochen. Nach einem starken Alleingang vom eingewechselten Nico Hermsdorf, wobei das Leder zuvor wohl schon die Auslinie überschritten hatte, kam es sogar zum 4:1 (90.+6). Wer nun dachte, das Spiel hätte sein letztes Kapitel geschrieben, sah sich getäuscht. Im Zuge des Naumburger Torjubels und dem anschließenden Anstoß zeigte der junge Referee beim Stand von 4:1 dem Naumburger Luczynski aufgrund einer nicht genehmigten Trinkpause während der Spielunterbrechung die Gelb/Rote Karte (90.+7). Trotz der Bitte beider Teams diese Karte zurückzunehmen, ließ er sich nicht drauf ein. Nein, vielmehr verwies er beide Trainer des NSV aus der Coachingzone. Unter diesen chaotischen Umständen einigten sich beide Teams nach wiedererfolgtem Anstoß und korrekter auszuspielender Nachspielzeit von neun Minuten auf einen Nichtangriffspakt, sodass die Mannschaften am Ergebnis nichts mehr änderten.

Zur Bewertung der Schiedsrichterleistung wird angemerkt, dass Fehler vollkommen menschlich sind und auch von Seiten der Bunesen akzeptiert werden. Allerdings sollte insbesondere die Art und Weise der „Kommunikation“ seitens der Unparteiischen in einzelnen Fällen hinterfragt und Spieler sowie Trainer nicht herabgewertet behandelt werden. Alles in allem geht der Sieg der Naumburger in Ordnung, wobei die Bunesen durch eine Leistungssteigerung sich auch gern mit einem nicht unmöglichen Unentschieden belohnt hätten. Am kommenden Wochenende gastiert der Aufsteiger aus Gröbers bei der SG Buna in der Lilienstraße.

| FS


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